Kann mäßiger Weingenuss schaden – oder gar positiv wirken?

3 Fakten zum aktuellen wissenschaftlichen Stand

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Von Deutsches Weininstitut  691
Kann mäßiger Weingenuss schaden – oder gar positiv wirken? 3 Fakten zum aktuellen wissenschaftlichen Stand. Foto: PhilippeMarchand - Adobestock' Kann mäßiger Weingenuss schaden – oder gar positiv wirken? 3 Fakten zum aktuellen wissenschaftlichen Stand. Foto: PhilippeMarchand - Adobestock
In einer schnelllebigen Medienlandschaft, in der oft nur noch durch Überschriften gescrollt wird, geht es mehr um Emotionen als um Informationen. Gerade bei so einem sensiblen Thema wie Alkohol entstehen so viele Halb- und Unwahrheiten, die Verbraucherinnen und Verbraucher verunsichern. Drei Factsheets zum aktuellen wissenschaftlichen Stand.

Ist wirklich jeglicher Konsum alkoholischer Getränke schädlich?

Natürlich gibt es Lebensumstände, in denen der Konsum von Alkohol eindeutig zu vermeiden ist. Kinder, Schwangere, chronisch Kranke und Autofahrer sollten auf jeglichen Konsum alkoholischer Getränke verzichten. Wer jedoch einen allgemein gesunden Lebensstil pflegt und sich an bestimmte Trinkmuster hält, z.B. Wein zum Essen zu genießen, für den ist nach jetziger wissenschaftlicher Studienlage der moderate Genuss (siehe unten) von Wein unproblematisch.

Geht es bei Wein und Sekt nur um den Alkoholgehalt?

Wein enthält neben Ethanol auch die nachgewiesenermaßen positiven Polyphenole. Diese wirken als Antioxidantien, sind entzündungshemmend und reduzieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ II. Zudem betont die aktuelle Biobank-Studie auf der Basis von über 500.000 Teilnehmern, dass das Krebsrisiko bei moderaten Dosierungen nicht erhöht sei. Es kommt aber auch darauf an, WIE man den Wein oder Sekt genießt. Wein wird im Allgemeinen eher langsam getrunken und ist ein traditioneller Essensbegleiter. Dadurch kann der Weingenuss auch sehr gut in eine gesunde Ernährung eingebunden werden.

Stimmt es, dass Studien ergeben haben, dass nur „Null Promille“ empfehlenswert ist?

Foto: detailblick-foto AdobestockDas Thema Alkohol war in letzter Zeit medial sehr präsent, sodass bei vielen der Eindruck entstanden ist, dass es neue wissenschaftliche Erkenntnisse gäbe. Dem ist nicht so. Tatsächlich war einer der Auslöser aber nur die Verabschiedung eines neuen Positionspapiers der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in 2024. Dieses Papier spricht sich gegen jegliche Form von Alkoholkonsum aus. Die DGE begründet das u.a. mit der Global Burden of Disease (GBD)-Studie aus dem Jahr 2018. Allerdings gab es bereits 2022 eine neuere Version ebenjener GBD-Studie, in welcher dieselben Autoren auf Basis derselben Daten zu dem Schluss kommen, dass Personen über 40 Jahren bei moderatem Konsum von Alkohol sogar ein verringertes Sterberisiko aufweisen. Zu diesem Ergebnis kommen auch noch aktuellere Studien, wie die von NASEM (National Academies of Sciences, Engineering and Medicine) aus dem Dezember 2024.

Hier Quellenangaben zu allen Aussagen und Zugang zu weiterführenden Informationen:

Was ist „moderater Genuss“?

Wieviel Wein ist wissenschaftlich unbedenklich und wie passe ich meine Genussgewohnheiten meinem Lebensstil an?
 

Welche Informationen können uns Studien wirklich geben?

Hier findet ihr Analysen und direkte Verweise zu den aktuellen Studien zum Alkoholkonsum.
 

Was sind die tatsächlichen Auswirkungen von Weinkonsum auf den Körper?

Hier findet ihr wissenschaftlich fundierte Fakten zum Thema.
 

Wissenschaftlicher Überblick

Hier bekommt ihr eine stets aktualisierte Liste von Faktenchecks und Stellungnahmen zum Thema.


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