Mundus Vini: achtmal großes Gold für deutsche Weine dreimal geballt in Baden

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Von Dieter Simon  4392
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Von links: Thomas und Vater Alfred Männle vom Durbacher Weingut Andreas Männle; Kellermeister Martin Bäuerle, Oberkircher Winzer.' Von links: Thomas und Vater Alfred Männle vom Durbacher Weingut Andreas Männle; Kellermeister Martin Bäuerle, Oberkircher Winzer.

Inzwischen gehört er zu den weltweit bedeutendsten Weinbewertungen, Mundus Vini, der Wettbewerb, der bereits zum 15. Mal stattfand, dieses Jahr aus Vermarktungsgründen erstmals zweimal, wie der Veranstalter, der Meininger Verlag im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße, verlautbart. 4.500 Weine aus 42 Ländern waren zur „Sommerverkostung“ Anfang September angestellt worden. Eine 164 köpfige international besetzte Jury vergab 33-mal „großes Gold“, 935 Gold- und 1.004 Silbermedaillen. So ist achtmal „großes Gold“ für deutsche Weine ein im internationalen Vergleich beachtliches Ergebnis.

 Keller im Weingut Graf Wolff Metternich, DurbachDrei Gewinnerweine von „großem Gold“ kamen aus der mittelbadischen Ortenau aus nur wenigen Kilometern Umkreis, je von den Durbacher Weingüter Andreas Männle, Graf Wolff Metternich und den Oberkircher Winzern. Es war dreimal Riesling. Nicht umsonst zeichnet sich die Ortenau dafür aus, einmal durch viele Steillagen am Schwarzwaldsaum, weiter durch ihre Granitverwitterungsböden, die den Weinen schöne Mineralnoten mitgeben, sowie durch ausreichend Feuchtigkeit auf Grund – man glaubt es kaum – erhöhte Niederschlagsmengen im Stauraum des Schwarzwalds. Reben brauchen eben, um gut zu reifen und dichte Aromen zu bilden, auch genügend Feuchtigkeit, so wie es der Riesling liebt.

  • Etikett Wilhelmshof
  • Etikett Bozen
  • Etikett Schales

„Großes Gold“ gab es für den 2013 Durbacher Bienengarten Klingelberger „1782“, Riesling Spätlese trocken, des Weinguts Andreas Männle, ein Familienweingut mit der Eigenlage Bienengarten in einem Seitental des Durbacher Tals. Klingelberger ist die lokale Bezeichnung für Riesling rund um Durbach, „1782“ bedeutet die Auszeichnung, die sich Weinerzeuger der Region nach jeweils strenger gemeinsamer Prüfung der Weine geschaffen haben. Die Zahl steht für das Jahr, in dem der Markgraf von Baden erstmals einen reinstiligen Rieslingweinberg in Durbach anlegen ließ. Speziell dieser Tropfen zeichnet sich durch feine Mineralnoten aus, was die Prüfer offensichtlich überzeugt hat. Dreimal „normales“ Gold holte das Weingut außerdem für je eine weitere Riesling Spätlese, eine Spätburgunder Spätlese und eine Spätburgunder Edition, jeweils trocken, außerdem Silber für eine Grauburgunder Spätlese trocken. Das Weingut Graf Wolff Metternich glänzte mit großem Gold für seine 2013 Durbacher Schloß Grohl Klingelberger Riesling Trockenbeerenauslese und weiter mit Gold für eine Scheurebe Beerenauslese sowie Silber für seinen 2013 Klingelberger „1782“ Spätlese trocken. „Großes Gold“ gewannen die Oberkircher Winzer für ihre 2013 Collection Oberkirch Riesling Auslese, sowie vier weitere Goldmedaillen, darunter ihr „1782“ sowie ein Chardonnay trocken Barrique, außerdem acht silberne, darunter wiederum zwei Rieslinge. Wer also Riesling-Fan ist, sollte sich bei diesen Erzeugern einmal umsehen. Dass unter diesen Glanzlichtern dreimal „1782“ auftaucht, liegt daran, dass die Erzeuger nur ihre besten Rieslinge in diesen internen Wettbewerb geben, und nur trockene.

Weitere deutsche Gewinner von „großem Gold“ waren die Weingüter Prinz von Hessen, das Weingut der Stadt Stuttgart, das Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan in Deidesheim/Pfalz, das Weingut Krug´scher Hof in Gau-Odernheim/Rheinhessen sowie das Weingut Karlsmühle in Mertesdorf/Mosel – genauer Ruwer. Die Weine waren allesamt Rieslinge außer der Spätburgunder-St.Laurent-Syrah Cuvée aus Stuttgart. Man merkt eben doch, dass Riesling, mit fast einem Viertel der Fläche, schlicht „die“ deutsche Rebsorte ist, und dass die deutschen Winzer Riesling absolut „können“.

Dieter Simon

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Fotos: PR der Weinerzeuger


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